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Stimmgabel

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Stimmgabeln in der Medizin

Nicht nur Musiker benötigen hin und wieder Stimmgabeln, auch in der Medizin kommen die großen Gabeln zum Einsatz. Die Y-förmigen Instrumente verfügen über 2 Zinken, die in Schwingung versetzt werden können, und einen Gummifuß. Genutzt werden sie vor allem von Neurologen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten und Allgemeinmedizinern, aufgrund der einfachen Handhabung und der geringen Anschaffungskosten sind aber häufig auch schon Medizinstudenten mit der Verwendung einer Stimmgabel vertraut. In der Neurologie kann die Gabel zur Früherkennung einer Neuropathie, einer Schädigung des Nervensystems, insbesondere der periphären Nerven, verwendet werden. So wird zur Diagnose einer diabetischen Polyneuropathie die Rydel-Seiffer-Gabel eingesetzt, welche mit je einem skalierten Gewicht auf jeder Zinke ausgestattet ist. Ohne die Gewichte schwingt die Stimmgabel mit einer Frequenz von 128 Hertz, durch die Gewichte kann die Frequenz auf 64 Hertz reduziert werden. Dies ermöglicht die Quantifizierung der Neuropathie. Dazu wird der Gummifuß der Stimmgabel möglichst direkt auf einen Knochen aufsetzt, also dort, wo wenig Muskel- oder Fettgewebe zwischen der Haut und dem Knochen liegen. Der Knöchel oder das Großzehgrundgelenk eignen sich gut zum Aufsetzen der Stimmgabel. Die Zinken werden nun in Schwingung versetzt und der Patienten informiert den Arzt über den Zeitpunkt, an dem er die Vibration nicht mehr spüren kann. Wird die Vibration schon früh nicht mehr wahrgenommen, muss davon ausgegangen werden, dass die periphären Nerven geschädigt sind. Neben Diabetes können auch Alkoholismus oder ein Vitamin-B-12-Mangel Auslöser einer Neuropathie sein. Hals-Nasen-Ohren-Ärzte nutzen die Stimmgabel hauptsächlich zur Diagnose und Lokalisation von Hörstörungen. So gibt der sogenannte Weber-Versuch Aufschluss darüber, ob der Patient an einer Schallleitungsungs- beziehungsweise Schallempfindungsstörung leidet. Dazu wird die schwingende Gabel auf den Scheitel des Patienten gesetzt. Der erzeugte Schall wird über die Knochen des Kopfes phasengleich in beide Innenohren geleitet. Gesunde Probanden bekommen das Gefühl, den Ton in der Mitte des Kopfes zu hören, während Hörgeschädigte den Ton einseitig lauter wahrnehmen. Darüber, ob es sich um eine Schallempfindungsstörung oder eine Schallleitungsstörung handelt, gibt der Weber-Versuch keine Auskunft. Zur Klärung dieser Frage wird der Rinne-Versuch durchgeführt, bei dem die Stimmgabel hinter der Ohrmuschel platziert wird. Sobald der Patient den Schall nicht mehr wahrnehmen kann, wird die Stimmgabel direkt vor die Ohrmuschel gehalten. Kann der Hörgeschädigte den Ton nun wieder wahrnehmen, gilt der Test als negativ. Es liegt keine eine Schallleitungsstörung vor, eine Schallempfindungsstörung ist jedoch nicht ausgeschlossen. Kann der Proband den Ton jedoch weiterhin nicht hören, ist von einer Schallleitungsschwerhörigkeit auszugehen. Neben diesen wohl bekanntesten Testmethoden kommt die Stimmgabel auch beim Gellé- und beim Bing-Versuch zum Einsatz. Auch hierbei handelt es sich um Methoden zur Untersuchung der Ohren und der Hörfähigkeit.

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