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Silvester mit dem Hund erleben – Tipps und Tricks gegen die Angst des geliebten Vierbeiners

medplus
2021-12-30 15:30:00 / Blog
Silvester mit dem Hund erleben – Tipps und Tricks gegen die Angst des geliebten Vierbeiners - Silvester mit dem Hund - Tipps & Tricks gegen die Angst | medplus

Der Jahreswechsel naht und die einzigartige Stimmung zwischen den Jahren nährt den Glauben und die Hoffnung nach einem guten, besseren neuen Jahr. Doch mit den Tagen um Silvester kommt es schon vor dem Jahresende zu einem überraschenden Knall hier und da – und das bedeutet meistens Stress und Angst für unsere geliebte Fellnase.

Den Höhepunkt erreicht dieser unangenehme Zustand für den Hund dann natürlich am Silvestertag, an dem man sich wortwörtlich vor dem Krach und den Blitzeffekten der Raketen nicht mehr retten kann. Und genau da liegt der Knackpunkt: Angst basiert auf Hilflosigkeit und definiert sich als unangenehmes Gefühl, das aus einer Situation resultiert, in der man nicht sein will. Zudem fehlt die Möglichkeit, dieser zu entkommen.

Inhaltsverzeichnis

  • Woher kommt die Angst vor dem Silvesterkrach?
  • Anzeichen für Angst bei Hunden
  • Übung macht den Meister: Vorsorge, Konditionierung, Desensibilisierung
  • So verhalten Sie sich richtig, um Ihren Hund an Silvester zu unterstützen
  • Nützliche Maßnahmen und Tipps vor und an Silvester
  • Mittel zur Beruhigung für den Hund
  • Fazit: Es gibt Mittel und Wege, um den Hund an Silvester zu beruhigen

Woher kommt die Angst vor dem Silvesterkrach?

Viele Hunde haben in ihren Anfangsjahren kein Problem mit Silvesterraketen und dem lauten Knall der Böller, wenn sie entsprechend vielfältig sozialisiert wurden. Daher ist es besonders in der Prägungsphase wichtig, einen Welpen wiederholt mit unterschiedlichen Geräuschen und Lautstärken sowie weiteren Eindrücken zu konfrontieren.

Doch auch wenn ein Hund besonders abwechslungsreich sozialisiert wurde, um auf sämtliche Situationen gut vorbereitet zu sein, kann er plötzlich oder mit der Zeit Angst vor Silvesterknallern entwickeln. Besonders bei alten Hunden kann es vorkommen, dass diese wesentlich sensibler auf laute Geräusche oder Gewitter reagieren.

Angst – ein Gefühl der Hilflosigkeit ohne Möglichkeit zu fliehen

Wenn also beim Spazierengehen plötzlich und völlig unerwartet ein lauter Knall ertönt, erschreckt sich Bello kräftig, kann aber davor nicht weglaufen und so der Situation entkommen. Diese Hilflosigkeit gepaart mit Unberechenbarkeit und Kontrollverlust, lässt Panik in dem Tier aufsteigen. Dazu kommt, dass der Krach ohne Muster oder Vorwarnung auftritt und kurz danach meistens bereits der nächste Böller in die Luft geht. So gibt es keine Beruhigungs- oder Erholungsphase, in der sich die Situation normalisieren kann.

Ein weiterer, enorm wichtiger Punkt, ist die entstehende Reizüberflutung. Da Hunde über ein empfindliches Gehör sowie ein äußerst sensibles Riechorgan verfügen, kann es hier schnell zu einer sogenannten Fehlkonditionierung auf andere Reize kommen.

So ruft neben dem lauten Knall und dem Zischen der Rakete ebenfalls die flackernden Lichtreflexe sowie der leicht angebrannte Geruch Angst hervor – ähnlich wie bei Gewitter, wenn der veränderte Luftdruck, starker Regen und Blitze bereits vor dem Donnern ausreichen, um Panik oder Angst beim Hund auszulösen.

Ein zitterndes Nervenbündel – Woran erkenne ich, dass mein Hund an Silvester Angst hat?

Eine eingezogene Rute, übermäßiges Hecheln, angelegte Ohren und Zittern sind wohl die bekanntesten und deutlichsten Anzeichen dafür, dass ein Hund Angst hat. Jedoch haben Hunde durch ihre ausdruckstarke Mimik und Gestik die Möglichkeit, ihre Emotionen auf vielfältige Weise zu äußern. Denn auch wenn die Angst ein starkes Gefühl ist, muss es sich nicht immer offensichtlich und demonstrativ zeigen. Eine genaue Beobachtung des Tieres ist also ein Muss.

Anzeichen akuter Angst bei Hunden:

  • Starkes Hecheln mit zurückgezogenen Mundwinkeln
  • Bei kurzhaarigen Hunden wird eine Stressfalte erkennbar. Sie befindet sich seitlich an der Schnauze und zieht sich unter den Augen bis nach hinten, bzw. unten zum Mundspalt
  • Unruhe: ruheloses Hin- und Herlaufen in der Wohnung oder von einer Pfote auf die andere treten
  • Appetitlosigkeit
  • Rund machen: geduckte Körperhaltung mit gesenktem Kopf, rundem Rücken, angelegten Ohren und eingeklemmter Rute
  • Große Augen: weit aufgerissen oder zu Schlitzen verengte Augen, in jedem Fall mit großen, geweiteten Pupillen (je subjektiv größer die empfundene Angst, desto weiter werden die Augen aufgerissen)
  • Gesteigerte Blasen- und Darmtätigkeit kann sich auf zwei Arten äußern: Zum einen kann der Hund sich in der akuten, angstauslösenden Situation plötzlich und unkontrolliert Entleeren. Dies wird umgangssprachlich als Stressdurchfall bezeichnet. Zum anderen kann es aber auch sein, dass er die Kotabgabe über den ganzen Tag aufschiebt
  • Die Angst eines Hundes kann sich bis zu einem defensiven Drohen steigern. Wenn die entstandene Unsicherheit mit Aggression gekoppelt wird, verlagert der Hund, bereit zur Flucht, sein Gewicht auf die Hinterpfoten und knurrt. Oft zeigt er dabei auch seine Zähne
  • Zittern mit eingezogener Rute: Hunde zittern aus verschiedenen Gründen, wie Aufregung oder schlichtweg, wenn ihnen kalt ist. Von Zittern als einzelnem Symptom auf Angst zu schließen, ist daher nicht ratsam oder sinnvoll. Zittert der Hund jedoch und trägt dabei seine Rute dicht am Bauch, ist dies ein klares Zeichen für Angst

Übung macht den Meister: Vorsorge, Konditionierung, Desensibilisierung

Eine Möglichkeit, seinen Vierbeiner auf den Silvesterkrach vorzubereiten, ist beispielsweise die Desensibilisierung mit einer Geräusche-CD im Rahmen eines Trainings. Erste Voraussetzung ist hier ein fundamentales Vertrauen zu Herrchen oder Frauchen.

Zweitens muss das Training in einer entspannten Atmosphäre und in kleinen Trainingsschritten mit steigender Intensität der Reize stattfinden, sodass zwischen den Trainingseinheiten immer genug Zeit für den Hund bleibt, sich an die Situation zu gewöhnen und wieder zu entspannen. Dies verlangt neben Geduld und eigener Nervenstärke bei sensibleren Hunden ebenfalls ein behutsames Vorgehen.

Jeder kennt seinen eigenen Hund am besten. So muss auch bei (unterschiedlichen) Trainingswegen immer die Persönlichkeit des Hundes berücksichtigt werden und seine Körpersprache sowohl beachtet als auch mit einbezogen werden. Zeigt sich eine Unsicherheit, sollte keine Steigerung der Intensität erfolgen, bis die Angst des Hundes wieder abgeklungen ist.

Gute Vorsätze: Natürlich bedarf diese Art von Konditionierung eine lange Vorlaufzeit. Daher am besten gleich im Januar mit dem Training für das nächste Silvester starten.

Vorbereitung und Training mit dem Hund auf Silvester

Wie verhalten Sie sich richtig, um Ihren Hund an Silvester zu unterstützen?

Das Wichtigste vorweg: Ihr Hund vertraut Ihnen und sieht Sie im besten Fall als einen starken, verlässlichen Partner – seinen Fels in der Brandung. Auf diese Weise lässt sich der Hund vom Halter besser anleiten und übernimmt eher die mentale Einstellung.

Daher ist es besonders essentiell in angstgebenden Situationen Ruhe, Gelassenheit und Zuversicht auszustrahlen und auch beim Trost spenden Bello nicht zu viel Aufmerksamkeit zu geben. Dies hilft dem Hund, nichts Außergewöhnliches oder Bedrohliches an der Lage zu finden. Und immer daran denken: Stress von Herrchen und Frauchen projiziert sich besonders einfach auf den Vierbeiner.

Weitere Maßnahmen kurz vor und am Silvestertag

Ausgepowert und entspannt an Silvester

Soweit es möglich ist, powern Sie Ihren Hund vor dem Silvesterabend richtig aus. Lassen Sie ihn gute 30 Mal den Ball holen und unzählige Runden auf der Wiese drehen – machen Sie ihn im wahrsten Sinne hundemüde. Darüber hinaus bieten sich geistige Aufgabenstellungen an, um den Hund auszulasten. Dann besteht die Chance, dass er den ganzen Krach und Tumult ganz einfach verschläft, oder zumindest leichter einschläft, wenn er entspannt ist.

Safety first: Es empfiehlt sich jedoch bei jedem Gassigang den Hund anzuleinen – beim Austoben am besten an der Schleppleine und Geschirr führen.

Ablenken: Knabbern, Kauen und Lecken

Bevor es am Abend so richtig mit dem Knallen losgeht, gönnen Sie Ihrem Liebling das größte Leckerli, das Sie sich vorstellen können. Einen gefüllten Riesenknochen zum Kauen oder ähnliches. Je beliebter und schmackhafter, desto besser! Denn das Kauen und Lecken lenkt das Tier nicht nur prima ab. Das Knabbern und Lecken setzt Glückhormone frei, die den Hund an Silvester automatisch ein bisschen beruhigen.

Rückzugsmöglichkeiten bieten

Oft bevorzugte Rückzugsorte sind Verstecke mit Höhlencharakter. Verkrümelt sich die Fellnase jedoch lieber im Bett, Bad oder Keller, ist das absolut in Ordnung. Gewähren Sie ihm die Möglichkeit, sich in seinem Lieblingsversteck zu verkriechen und machen Sie den Ort mit einer Kuscheldecke o.ä. zusätzlich gemütlich.

Den Krach möglichst aussperren!

Beginnen Sie bereits frühzeitig die Vorhänge oder Jalousien zu schließen und schalten Sie das Radio an oder legen Sie Ihre Lieblings-CD auf. Hören Sie auf der höchstmöglichen, aber noch angenehmen Lautstärke. Versuchen Sie auf diese Weise, die Geräusche von draußen zu übertönen.

Ein einfaches, aber wirkungsvolles Mittel, um den Lärm zu dämpfen und Entspannung herbeizuführen, ist Watte in den Ohren, mit einem Schal umwickelt. Natürlich muss Ihr Hund vorher auch daran gewöhnt sein, sonst fühlt er sich eingeengt und Sie erreichen genau das Gegenteil.

Trösten, aber nicht bemitleiden

Hund beruhigen an Silvester

Photo by Prsicilla du Preez on Unsplash

Da Ihr Hund Sie unter anderem als Beschützer sieht, wird er Ihre Nähe suchen und sich bei aufkommender Angst ankuscheln wollen. Lassen Sie es zu und muntern Sie Ihren Vierbeiner auf. Gerne kann das Tier dabei auch ruhig gehalten oder sanft massiert werden. Damit spenden Sie schon eine Portion Schutz und Trost. Sprechen Sie jedoch nicht mit weinerlicher Stimme und lassen Sie ihm keine übermäßige Aufmerksamkeit zukommen, indem Sie ihm bei jedem Zucken gut zureden, dies verstärkt seine Angst nur.

Das Thundershirt – Kleidung gegen die Angst

Dunkle, enge Räume und Berührungen haben eine beruhigende Wirkung auf verängstigte Tiere. Auf diesem Prinzip basiert das sogenannte Thundershirt. Dabei handelt es sich um ein eng anliegendes Sweatshirt mit Stretch, das gleichmäßigen, kontinuierlichen jedoch sanften Druck auf den Torso des Hundes ausübt. Durch den angenehmen Druck auf bestimmte Nervenbahnen wird das Entspannungshormon Oxytocin ausgeschüttet und der Hund fühlt sich sicherer, gestärkter und selbstbewusster.

Bitte beachten: Das Tragen eines Thundershirts muss vor Silvester ausprobiert und der Hund eingewöhnt werden. Dazu kommt, dass der Klettverschluss aufgrund seiner Stabilität beim Öffnen etwas lauter ist. Stellen Sie also sicher, dass dieses Geräusch das Tier nicht verschreckt.

Flucht als letzter Ausweg

Wenn wirklich gar nichts hilft, um Ihren geliebten Hund an Silvester zu beruhigen, ist die Flucht ins Abgelegene die letzte Möglichkeit. Fahren Sie mit ihm an einen abgeschiedenen Ort – tiefer in den Wald oder an einen verlassenen Strand. Je nach Wohnort gestaltet sich dies jedoch mehr oder weniger schwierig.

CBD ist voll ok – Mittelchen gegen die Angst

Nein, wir wollen Bello nicht high machen! Denn im Gegensatz zum berauschenden Wirkstoff THC, wirkt Cannabidiol (CBD) ausschließlich entspannend sowie schmerzlindernd – ganz ohne Rauschwirkung. Darüber hinaus kann CBD weitere gesundheitliche Vorteile bringen und ist auch als Nahrungsergänzungsmittel bei gesunden Hunden außerhalb von Stresssituationen zuträglich.

Wirkung von Cannabidiol (CBD) bei Hunden:

  • entspannend
  • entzündungshemmend
  • schmerzlindernd
  • krampflösend
  • Angst und Stress lindernd
  • appetitanregend
  • stärkend für Verdauungs- und Immunsystem

Nebenwirkungen von CBD sind äußerst selten, da Hanföl ein reines Naturprodukt ist. Eine Überdosierung kann jedoch kurzfristig zu Magenproblemen und einem geschwächten Verdauungssystem führen. Zudem kann es in Einzelfällen auch zu einer allergischen Reaktion kommen. Bei der Verabreichung der CBD-Tropfen muss in jedem Fall die Konzentration des CBD-Öls sowie das Gewicht des Hundes bei der Dosierungsmenge beachtet werden.

Zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten für CBD sind Verdauungs- und Hautprobleme, Epilepsie, Arthritis, Trennungsängste, Phobien und Appetitlosigkeit.

Bachblüten und andere Essenzen

Weitere, rein pflanzliche, Mittel, die eine beruhigende Wirkung auf unseren vierbeinigen Freund haben, sind unter anderem Johanniskraut, Baldrian, Kamille, Lavendel, Sandelholz sowie verschiedene Bachblüten-Mischungen. Natürlich müssen die Hilfsmittel bereits im Vorhinein ausgetestet werden, denn nicht jeder Hund reagiert gleich auf die Kräuter.

Alkohol ist keine Lösung!

Ein Eierlikörchen hier und ein Schlückchen Bier da, ist doch kein Problem? Fehlanzeige! Von der Verabreichung von Alkohol ist generell abzuraten. Alkohol hat als erwiesenes Nervengift bereits in geringen Mengen eine gesundheitsschädliche Wirkung auf den Vierbeiner. Hunde vertragen Alkohol folglich wesentlich schlechter als ihre Herrchen.

Darüber hinaus können Hunde den Stoff nicht wie wir Menschen über die Leber verstoffwechseln, sondern bauen das Gift hauptsächlich über die Lunge ab. Dies ist jedoch nicht annähernd so effektiv und dauert bedeutend länger. Zusätzlich wird der Giftstoff über den Speichel, Stuhlgang, Urin oder Schweiß ausgeschieden. Nebstdem ist die toxische Wirkung von Alkohol beim Hund von weiteren Faktoren, wie Stoffwechselstörungen oder Vorerkrankungen abhängig.

Hier ist nicht Hopfen und Malz verloren

Malzbier hingegen tut dem Hund gut. Durch die hohe Dichte an Mineralstoffen und Spurenelementen wirkt sich der energiehaltige Trunk positiv auf den Organismus aus. Zudem enthält Malzbier Hopfen und dieser hat ebenfalls eine beruhigende Wirkung. Aber auch hier mit Maß und Mitte arbeiten, denn das zuckerhaltige Getränk ist besonders kalorienreich und führt bei übermäßigem Verzehr zu Gewichtszunahme.

Mhh, wie das duftet - Pheromone und Nahrungsergänzungsmittel

Bei Hunden, die zwar ängstlich aber doch in der Lage sind, ihre Angst zu kontrollieren, helfen oft schon harmlosere Mittel wie synthetisch hergestellte Pheromone, um den Hund an Silvester zu beruhigen. Dies sind chemische Botenstoffe, die in Form von Duftstoffen als Kommunikationsmittel innerhalb einer Art genutzt werden.

Das Dog Appeasing Pheromone, kurz D.A.P., ist einem Beruhigungspheromon nachempfunden, das Mutterhündinnen in der Zitzenregion produzieren und nachweislich eine beruhigende und sicherheitsgebende Wirkung auf die Welpen hat. Auf diesem Prinzip basiert das künstlich hergestellte D.A.P. gleichfalls bei erwachsenen Hunden.

Dabei wird das Pheromon am besten mindestens 24 Stunden vor der angstauslösenden Situation durch einen geruchszerstäubenden Stecker im Raum verteilt. Es wird empfohlen, den Stecker bis zu einer Woche anzuwenden.

Nahrungsergänzungsmittel wie Zylkene und Tryptophan wirken ebenfalls beruhigend und ebnen den Weg für den ausgleichenden und glücklich machenden Botenstoff Serotonin. Eine frühzeitige Gabe dieser Mittel kann zusätzliche Hilfe leisten.

Medikamente nur im Notfall verwenden

Bei besonders schweren Fällen, Hunden die panisch sind oder völlig erstarrt und aufgelöst reagieren, kann es möglich sein, dass die oben genannten Hilfsmittel einfach nicht ausreichen.

Wenn Sie also bereits vorher wissen, dass Ihr Hund unter unkontrollierten Angstattacken leiden wird, kann ferner eine medikamentöse Unterstützung hilfreich sein. So sollten angstlösende Medikamente als erst allerletztes Mittel herangezogen werden. Hierzu ist es jedoch in jedem Fall unabdingbar vorher den Tierarzt zu konsultieren.

Vorsicht: Von der Gabe von Acepromazin wird in jedem Fall dringend abgeraten! Das Neuroleptikum/Sedativum versetzt den Hund in einen körperlich extrem geschwächten Zustand, hat jedoch geistig keinen Einfluss. So ist der Hund unfähig und viel zu schwach, um seine Angstreaktionen zu zeigen, leidet jedoch genauso stark darunter – wenn nicht sogar mehr.

Fazit: Es gibt Mittel und Wege, um den Hund an Silvester zu beruhigen

Im Allgemeinen gilt: Je früher Sie mit hilfegebenden Maßnahmen anfangen, desto besser. Denn bereits eine abwechslungsreiche Sozialisierung hilft Welpen dabei, später mit den unterschiedlichsten Situationen umgehen zu können. Darüber hinaus unterstützt bei bestehender Angst eine entsprechende Gegenkonditionierung auf therapeutischer Basis, Ihren Liebling dabei seine Angst zu kontrollieren. Hiermit am besten schon am Jahresanfang beginnen.

Darüber hinaus gibt es einige Mittelchen – von Nahrungsergänzungspräparaten, Bachblüten und Baldrian bis hin zu Thundershirt, Pheromonen und CBD – die durchaus eine Berechtigung sowie eine angstlösende und entspannende Wirkung besitzen. Diese können gerne als Unterstützung herangezogen werden. Das Wichtigste jedoch ist, dem Hund ein starker und verlässlicher Partner zu sein und ihm bei Bedarf Schutz und Sicherheit zu spenden.

Wir wünschen allen Lesern einen entspannten Jahreswechsel und einen guten Start ins neue Jahr!


Quellennachweise: