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Bunt ist das neue Weiß – Farben in der medizinischen Berufsbekleidung

medplus
2022-01-27 11:30:00 / Blog
Bunt ist das neue Weiß – Farben in der medizinischen Berufsbekleidung - Farben in der Medizin & ihre Bedeutung | medplus-Ratgeber

Wie in jedem Job ist es auch in medizinischen Berufen essenziell, die bestmöglichen Arbeitsbedingungen zu schaffen. Neben der Gestaltung des Arbeitstages oder der Work-Life-Balance gehört dazu eine sowohl funktionale und bequeme als auch geschmackvolle Berufsbekleidung.

Wir alle kennen sie noch die Arztkittel oder Schwesterntrachten in neutralem einheitlichem Weiß. Geraume Zeit beherrschten sie das allgemeine Bild in Kliniken und Arztpraxen. Dabei ist es lange nicht mehr so farblos, wie es klingt. Bunte Farben sind auch in der medizinischen Berufsbekleidung in Krankenhaus, Praxis & Pflegeheimen auf dem Vormarsch. Aber warum?

In diesem Ratgeber wollen wir den engen Zusammenhang zwischen der Art der Kleidung, ihrer Farbe, dem auf diese Weise vermittelten Eindruck sowie dessen Effekt im beruflichen Alltag betrachten. Wir sprechen über die Entwicklung und Funktion der medizinischen Berufsgarderobe, die Macht der Farben sowie die Kraft eines farbigen Arztkittels oder Kasacks.

Inhaltsverzeichnis:

Mehr als nur ein Kittel? – Berufsbekleidung in der Medizin

Arzt im weißen Kittel

Unsere Kleidung bringt nicht nur im Privatleben, sondern auch auf der Arbeit unsere Position, unser Image sowie unseren Charakter zum Ausdruck. Sie kann das Innere nach außen kehren oder Selbstschutz bedeuten. Die Kleiderwahl ist in der Lage, unserem Umfeld bestimmte Gefühle zu vermitteln.

Die medizinische Berufsbekleidung wurde im 19. Jahrhundert von Robert Koch eingeführt. Vorher trugen Ärzte ihre alltägliche Garderobe, meist Anzüge unter schwarzen Gehröcken. Ziel einer eigens vorgesehenen Montur war es, die Übertragung von Viren und Keimen einzudämmen. Fußend auf diese Neuerung etablierte sich der uns bekannte zweckmäßige Dresscode im Krankenhaus und anderen medizinischen Einrichtungen.

Robert Kochs Erbe – stilvolle Funktionalität

Heute sind einfache Oberteile oder elegante Poloshirts, Arztkittel, verschiedene Kasacks sowie spezielle Arzthosen bewährte Kleidungsstücke. Um ihren Zweck, den optimale Schutz des medizinischen Personals, gewährleisten zu können, muss die Bekleidung bestimmten festgelegten Richtlinien entsprechen. Darunter vor allem der Arbeits-, Unfall- und Infektionsschutz sowie die Bio- und Gefahrenstoffverordnung.

Auf diese Weise kann einer Ansteckung mit potenziellen Krankheitserregern sowie Verletzungen vorgebeugt werden. Für eine gesteigerte persönliche Sicherheit ist unter Umständen auch eine spezielle Schutzkleidung, beispielsweise Handschuhe oder Mundschutz, von Nöten.

Neben den festgeschriebenen Sicherheitskriterien gibt es immer mehr Freiheiten in der Gestaltung, dem Stil und der Farbe. Generell sollte die Kleidung in medizinischen Berufen Professionalität und Kompetenz ausstrahlen. Dies hilft den Patienten dabei, Vertrauen auf- sowie Ängste abzubauen. Zudem spielt das Zeigen von Esprit sowie Motivation eine Rolle.

Uniform vs. Selbstausdruck – Berufskleidung in Krankenhaus & Co

Abgesehen von der notwendigen allgemeinen Arbeitskleidung, besteht die Möglichkeit zum Anschaffen von praxis- oder klinikeigener Dienstkleidung. In diesem Fall entscheidet der Arbeitgeber, was getragen wird. Er kann unter anderem Farbgestaltung und Design abstimmen. Basierend darauf gibt es verschiedene Vor- und Nachteile.

Auf der einen Seite fördert eine einheitliche Bekleidung die Teambindung, zeigt eine optische Zugehörigkeit zur Institution sowie Personalgruppe, sorgt für eine kompetente Erscheinung und stärkt das fachkundige Auftreten.

Andererseits nimmt vorgeschriebene Berufskleidung den Raum einer persönlichen Entfaltung. Zudem kann das Wohlempfinden der Patienten durch eine zu starke sichtbare Distanz negativ beeinflusst werden.

Kann Weiß in Rente gehen?

Weiße Kittel sind in der Medizin seit Robert Koch weitverbreitet. Sie werden aufgrund ihrer simplen Waschbarkeit, auch bei hohen Temperaturen besonders auf Krankenhausstationen verwendet. In Operations- und Kreissäle sowie den ambulanten Bereichen kommen mit Vorliebe grüne oder blaue Varianten zum Einsatz. Diese wirken besänftigend, reduzieren den Nachbildeffekt, kaschieren Blutflecken und reflektieren weniger als ihre weißen Verwandten.

Aber was ist mit rot, orange, gelb, lila oder pink? Sind andere Farben für die medizinische Bekleidung geeignet? Ja, das sind sie! Die neuen Entwicklungen bewegen sich in Richtung der gesamten Farbpalette. Welche Vorteile diese Tendenzen mit sich bringen und welche Faktoren bei der Auswahl der Farben zu beachten sind, erfahren Sie im Folgenden.

Designfaktor mit Power – die Farbgestaltung

Genauso wie die Kleidung an sich sendet auch deren Farbe eine bestimmte Botschaft aus. Noch bevor wir in der Lage sind, Formen zu erkennen, setzt unsere Farbwahrnehmung, die Empfindung der elektromagnetischen Strahlung des Lichtes, ein. Farben können auf unseren Körper sowohl einen psychischen als auch physischen Einfluss ausüben. Dies basiert auf dem Weiterleiten von farbspezifischen Energien und Wellenlängen.

Farben wirken vor allem auf das Nervensystem sowie unsere Emotionen und steuern den Sinneseindruck anderen sowie uns selbst gegenüber. Schon seit Jahrtausenden werden sie in den verschiedensten Kulturkreisen in Heilungsvorgänge integriert, wobei sie in der chinesischen Medizin bis dato von Bedeutung sind.

Auf Grundlage dessen kann eine Anpassung der Farbgestaltung von Kleidung, aber auch Möbeln einen Effekt auf die uns umgebenden Menschen nehmen. Die Farben sind zum Beispiel in der Lage, verschiedene Beschwerden zu lindern. Dabei beeinflussen sie besonders stark unser Unterbewusstsein sowie Gefühle und rufen unterschiedliche Gedankengänge, Handlungs- sowie Verhaltensweisen hervor.

Zu beachten ist, dass die Farbtherapie nicht eindeutig wissenschaftlich belegt werden kann, ihre Fähigkeit aber gleichzeitig nicht zu leugnen ist.

Sag es mit Farben! – verschiedene Interpretationsmöglichkeiten

Grundlegend für die Farbauswahl gilt: Verschiedene Farben repräsentieren unterschiedliche Eigenschaften, welche je nach Quelle etwas voneinander abweichen können. Darüber hinaus ist zu beachten, dass jede Zuordnung eine positive und eine negative Seite besitzt. Die damit verbundene Wahrnehmung istsubjektiv, abhängig vom Gegenüber.

Die Vielfalt der Farbpalette bringt ein weites Spektrum an Assoziationen mit sich, wobei auch verwandte Bedeutungen wie bei Blau und Grün oder Gelb, Orange sowie Rot auftreten können. Einzelne Farben stehen beispielsweise für Wärme oder Kälte, Unkonventionalität oder Klassik, Ausgefallen- oder Gediegenheit sowie Enthusiasmus oder Zurückhaltung. Nebstdem können sie unter anderem Optimismus, Unvoreingenommenheit und Schutz transportieren.

Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass bestimmte Farben als ein aufdringliches, neidförderndes, ungerührtes, arrogantes, distanziertes, gehemmtes oder dominierendes Signal aufgefasst werden.

Farbige Arbeitskleidung – ein Universaltalent?

Eine gezielte Farbauswahl medizinischer Berufsbekleidung bringt je nach Art des Einsatzes eine Vielzahl von Vorteilen mit sich. Sie kann die Orientierung vereinfachen, das Wohlgefühl der Patienten erheblich verbessern, dem Personal mehr Individualität erlauben sowie den Arbeitsalltag bunter machen.

Zu beachten ist, dass sich die einzelnen Funktion gegenseitig bedingen und damit nicht immer gleichzeitig umgesetzt werden können.

Rot hierher, Lila dorthin, Grün darüber – Berufsbekleidung im Krankenhaus zur verbesserten Orientierung

Ärzte in blauen Kitteln im OP

Das Zurechtfindenvon Patienten oder Besuchern kann mithilfe verschiedenfarbiger Kleidung optimiert werden. Jeder Mensch erlernt im Verlauf seines Lebens eine lang entwickelte Farbkodierung, zum Beispiel Rot bedeutet eine Warnung oder Gefahr. Das Farbkonzept im Krankenhaus und anderen medizinischen Einrichtungen kann individuell gewählt werden, einheitliche Richtlinien gibt es auf diesem Gebiet nicht.

Besonders in großen Institutionen mit vielen Abteilungen reduziert eine optische Differenzierung Verwechslungsgefahren. Ärzte, pflegerisches Personal und Stationen können auf einen Blick unterschieden werden. Dies entlastet unter anderem die Wäscherein bei der Reinigung sowie anschließenden Zuordnung der medizinischen Berufsbekleidung.

Ohne Furcht zum Arzt in Blau? – das Wohlbefinden der Patienten

Da die Kleidung von medizinischem Fachpersonal einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Patienten nimmt, wirkt der beginnende Wandel hin zu mehr Farben im Berufsleben vor allem zugunsten der Nahbarkeit und der Patientenbindung. Dies ist besonders im Umgang mit Kindern sowie psychisch Erkrankten von Bedeutung.

Auf Farbe gebaut? – Die Arzt-Patienten-Beziehung

Das Verhältnis zwischen behandelndem Arzt und Patient ist ausschlaggebend für den Ablauf sowie den Erfolg der Therapie. Während einer ärztlichen Behandlung sollte sich der Patient gut aufgehoben fühlen. Eine erfolgreiche verbale sowie nonverbale Kommunikation, welche im bestmöglichen Fall die Erwartungen beider Parteien erfüllt, ist unabdingbar. Weitere wichtige Faktoren sind Ernsthaftigkeit, Kompetenz, Verständlichkeit, Patientenbeteiligung sowie ein gegenseitiger Respekt.

Hier kann eine überlegte Farbentscheidung unterstützen. Denn die passende Farbe von Kittel, Shirt oder Kasack besitzt die Fähigkeit, einen Großteil der benötigten Signale nach außen sichtbar zu machen sowie eine vermeintliche Distanz zwischen Patient und Arzt zu überbrücken.

Am passendsten scheinen zugängliche, vertrauenserweckende Farben wie das bekannte Blau und Grün, besonders in ihren helleren Nuancen. Für ein neutraleres Auftreten eignet sich graue Kleidung. Wer achtbar oder respektabel wirken möchte, ist mit Violett, Purpur oder Schwarz gut beraten. Bei letzterer ist jedoch aufgrund ihrer dunklen Ausstrahlung Vorsicht geboten.

Angstpatienten – Wenn der Arztbesuch zur Tortur wird?

Das sogenannte „Weißkittelsyndrom“ ist nicht außergewöhnlich und kann durch eine Vielzahl von Faktoren hervorgerufen werden. Häufige Ursachen sind beispielsweise negative oder mangelnde Erfahrungen im Zusammenhang mit Erkrankungen und Arztbesuchen, schamhafte Hemmungen, Hypochondrie sowie eine mit ärztlichen Untersuchungen zusammenhängende Art von Furchtsamkeit. Zudem ist die Arzt-Angst mit anderen Phobien verbunden und von diesen zu differenzieren. Dazu gehören die Furcht vor Krankheiten im Speziellen oder Allgemeinen, vor Kliniken und Berührungen.

Dabei kann die Panik vor dem Arztbesuch schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Schmerzen finden keine Linderung und Krankheiten werden weder diagnostiziert noch therapiert. Überdies besitzt das Angstgefühl die Kraft, das alltägliche Leben massiv zu beeinträchtigten.

Um die Latrophobie zu bekämpfen, kann zum einen der Betroffene selbst Maßnahmen ergreifen, z.B. positive Verbindungen schaffen, eine offene Kommunikation einfordern, den passenden Arzt suchen oder eine psychotherapeutische Behandlung in Erwägung ziehen. Zum anderen sind auch Ärzte sowie Personal in der Lage, bei angsterfüllten Reaktionen zu unterstützen.

Mit Farbe gegen das Weißkittelsyndrom

Eine gezielte Auseinandersetzung mit dem Patienten innerhalb von Gesprächen sowie Untersuchungen seitens der Ärzte und des Fachpersonals kann helfen. Dabei sind vor allem Rücksicht und Empathie unabdingbar. Ähnlich wie bei der Arzt-Patienten-Beziehung kann eine zweckorientierte Farbgebung diese Erfordernisse optisch unterstützen. Es besteht die Möglichkeit positive Assoziationen zu schaffen, indem die Farbe angenehme Empfindungen vermittelt.

Als erstes tauchen hier ebenfalls die traditionellen Farben Blau und Grün mit ihrem beruhigenden, verlässlichen Effekt auf. Wer es etwas ausdrucksstärker möchte, kann zu gelber oder orangener Kleidung greifen. Diese transportiert Lebensfreude, Freundlichkeit sowie Aufgeschlossenheit. Da sie von einem hohen Maß an Einfühlungsvermögen zeugen, sind auch die Farben Pink, Magenta oder Rosa einen Versuch wert. Zurückhaltender, aber gleichzeitig unvoreingenommen oder behütend wirken Grau sowie Braun.

Ich mag lieber Gelb, ich aber Rosa – der Selbstausdruck des Personals

Die Einführung von Farbvariationen auf dem Feld medizinischer Berufsbekleidung ist in der Lage, dem Personal mehr individuelle Gestaltungsmöglichkeiten zu geben. Mit der richtigen Farbe kann die Persönlichkeit des jeweiligen Mitarbeiters unterstrichen und sein Inneres zum Ausdruck gebracht werden. Fühlen sich die Mitglieder des Personals auch in ihrer Kleidung wie sie selbst, hat das auch einen positiven Einfluss auf die Patientenumgebung.

So zeugen Rot, Orange und Gelb auf verschiedene Arten von Selbstbewusstsein sowie -sicherheit. Extravagante, freigeistige Farben sind zum Beispiel Violett und Türkis. Dezenter sind das allgegenwärtige Blau oder Grün sowie Rosa, Braun und Grau.

Damit kann zusätzlich der Eintönigkeit im alltäglichen Berufsleben vorgebeugt werden. Voraussetzung ist hier eine freie Farbauswahl des Personals, was wiederum zu Lasten von Einheitlichkeit und Orientierung geht.

Nach Weiß kommt Bunt - farbenfroh in die Zukunft

Eine geeignete medizinische Berufsbekleidung ist besonders für die Sicherheit des Fachpersonals von enormer Bedeutung. Die Erfüllung von gesetzlichen Richtlinien ist unabdingbar, die weiße Farbe aber längst kein Muss mehr. Mittlerweile kann die passende Arbeitsgarderobe in jeder Farbe hergestellt sowie angeschafft werden. So unterstützt zum Beispiel das Unternehmen Clinic Dress den hier aufgezeigten Wandel und die damit mögliche Vielfalt mithilfe ihres bunten Produktsortiments. Die Kraft der Farben ist allgegenwärtig und wir können sie nutzen!


Quellennachweise

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