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Laborwaagen – Wichtige Hilfsmittel für Labor, Apotheke und Klinik

Eine Laborwaage ist eine Waage, die äußerst präzise arbeitet. Mit ihr können Versuche im Labor reproduziert, geprüft und verbessert werden. Laborwaagen werden vielseitig eingesetzt, von der Pharmazie bis zum Maschinenbau. Je nach Schwerpunkt müssen sie verschiedene Anforderungen erfüllen, von der Hygiene bis zur Sicherheit. Es macht auch einen Unterschied, ob die Laborwaagen im Qualitätsmanagement oder in der Produktentwicklung genutzt werden.

Der Begriff Laborwaage umfasst alles von Schwerlastwaagen bis hin zu Mikrowaagen.

Bei medplus verkaufen wir in der Kategorie Laborwaagen vorwiegend Präzisions- und Analysewaagen. Diese sind auch gemeint, wenn im weiteren Text von Laborwaagen die Sprache ist.

Funktionen von Laborwaagen

Natürlich sind Waagen in erster Linie dazu gedacht, das Gewicht des Wiegegutes zu bestimmen. Laborwaagen verfügen allerdings noch über einige Funktionen mehr. Allen ist gemein, dass sie Programme wie Prozentwägung und Stückzählung besitzen. Die meisten modernen Laborwaagen sind außerdem mit Schnittstellen zur Übertragung auf den PC ausgestattet: USB, RS-232, LAN, WIFI und/oder Bluetooth.

Laborwaagen, die im Computersystem einzubinden sind, werden zum Beispiel bei automatisierten Prozessen in der Produktion eingesetzt. Die Messergebnisse werden im PC gespeichert und mit Datum und Uhrzeit versehen und sind somit im Nachhinein einer bestimmten Charge zuordenbar.

Laborwaagen sind entweder kalibrier- oder eichfähig, oder beides.

Messprinzipien elektronischer Laborwaagen

Laborwaagen arbeiten mit verschiedenen Messprinzipien, die unter anderem beeinflussen, wie fein eine Waage misst. Vor dem Kauf sollten Sie sich daher im Klaren sein, wie genau Sie die Messungen benötigen, und sich danach entscheiden.

Folgende Messprinzipien bestehen:

Dehnungsmessstreifen

Die Dehnungsmessstreifen messen anhand von Verformung. Die in Waagen eingesetzten Dehnungssensoren (eine herkömmliche Wägezelle, auf der der Dehnungsmesstreifen angebracht ist) reagieren dabei auf die geringste Dehnung. Dies findet bei der Auflage des Wiegegutes statt und ändert den elektrischen Widerstand des Dehnungsmessstreifens.

Die Messtechnik der Dehnungsmessstreifen findet unter anderem bei Personenwaagen Anwendung. Es gibt aber auch Laborwaagen, die mit diesem Messprinzip arbeiten. Obgleich die Herstellung von Laborwaagen mit Dehnungsstreifenmessprinzip kostengünstig ist, ist der Einsatz eher selten. Oftmals werden feinere Messtechniken gebraucht.

Single Cell

Beim Single Cell Messprinzip wird die Wägezelle aus einem einzigen Stück hergestellt. Der Vorteil ist zum einen die dadurch erreichte Temperaturstabilität. Zum anderen ist eine bessere Eckbelastbarkeit möglich. Außerdem haben Single Cell Laborwaagen eine relativ kurze Einschwingzeit.

Stimmgabel

In die Wägezelle der Laborwaage ist hierbei eine Stimmgabel eingespannt. Wenn die Waage nun belastet wird, ändert sich die Spannkraft und somit die Eigenfrequenz der Stimmgabel. Diese Änderung kann die Elektronik der Laborwaage erkennen und dadurch das Gewicht des Wägegutes ermitteln. Waagen mit dieser Technik haben meist eine sehr kurze Einschwingzeit. Sie werden häufig für Dosierungen und Rezeptieren, beispielsweise in der Apotheke, eingesetzt.

Kraftkompensation

Bei hochwertigen Analysewaagen beruht das Messprinzip meist auf dem der (elektromagnetischen) Kraftkompensation. Die Kraft, die durch die Last des Wiegegutes auf die Wägezelle einwirkt, wird per Spule ausgeglichen. Der Kraftausgleich, den die Spule aufbringt, ist bei schwereren Wiegegut höher. Die Elektronik der Laborwaage misst die Kraftaufwendung der Spule und berechnet damit das Gewicht des zu wiegenden Gutes. Bei diesem Prinzip können nicht nur präziseste Messergebnisse ermittelt werden, auch schafft es die Waage, Temperaturunterschiede zu kompensieren.

Arten von Laborwaagen

Je nach Einsatzort und Wägegut gibt es verschiedene Laborwaagen. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich in Wägebereich und Auflösung. Die Analysewaage ist die empfindlichere Form der Fein- oder Präzisionswaage. Noch feiner als Analysewaagen arbeiten Mikrowaagen, die mit einer Skalierung von 0,1µg messen.

Präzisionswaagen

Die Präzisionswaage, oder Feinwaage, hat Messschritte von 0,1 - 0,001g. Solche Waagen werden vielfältig eingesetzt: bei Juwelieren und bei Zahnärzten, zum Beispiel zum Abwiegen der Goldfüllung. Aber auch in der Gastronomie kommen diese Laborwaagen zum Einsatz.

Für Apotheker und Laboranten sind Präzisionswaagen überdies ein unverzichtbares Arbeitsmaterial zur Herstellung qualitativ hochwertiger Medikamente.

Analysewaagen

Analysewaagen messen in Ziffernschritten von 0,1mg. Sie sind vor allem in Physik-, Chemie- und Pharmaunternehmen sowie Laboratorien zu finden und meist auch in Apotheken ein notwendiges Arbeitsutensil.

Das auffälligste Bauteil einer Analysewaage ist der Glaswindschutz. Dieser ist meist mit einem internen Ionisator ausgestattet oder zumindest antistatisch beschichtet. Da Analysewaagen kleinste Mengen abwiegen, ist ein solcher Schutz auch notwendig, um das Messergebnis nicht zu verfälschen.

Analaysewaagen stellen auch an die Umgebung Anforderungen. So brauchen diese Laborwaagen einen gut gedämpften stabilen Wägetisch, eine kontinuierliche Raumklimatisierung und geschlossene Fenster.

Auch sollten Analysewaagen 12 bis 24 Stunden vor Nutzung an das Stromnetz angeschlossen werden. Da schon Luftfeuchte oder Fingerabdrücke falsche Messergebnisse erbringen können, werden die Messbehälter vor dem Einsatz in der Analysewaage gründlich gereinigt und im Exsikkator (ein chemisches Laborgerät zur Trocknung von Feststoffen) getrocknet. Spezielle interne Justierprogramme führen bei Temperaturschwankungen und nach einiger Zeit eine Justage durch. Es gibt sie mit internen und externen Justiergewichten.

Laborwaagen von Kern – Qualität seit über 175 Jahren

Seit der Gründung 1844 stellt das Familienunternehmen KERN die präzisesten Waagen ihrer Zeit her. Der Spezialist verpflichtet sich nach DIN 9001:2008 seit über 175 Jahren zur Qualität Made in Germany. Die Firma Kern stattet nicht nur die eichfähigen, sondern alle das Werk verlassenden Waagen mit einem internen Prüfgewicht zur Justierung sowie einer Justierautomatik, CAL genannt, aus. Diese ist vor allem wichtig, wenn Waagen transportiert werden. Eine Analysewaage, die einen Wägebereich von 200g hat, würde andernfalls bei einem Höhenunterschied von 5 Metern zu einem Unterschied von bis zu 5mg führen.

Was beim Kauf zu beachten ist

Bevor Sie sich zum Kauf entscheiden, müssen Sie sich zuerst im Klaren darüber sein, wofür die Laborwaage eingesetzt werden soll. Oftmals ist es der Fall, dass mehr als eine Waage benötigt wird, um alle benötigten Wägungen durchführen zu können.

Wichtig sind vor allem der Wägebereich und die Mindestlast, ab welchem und bis zu welchem Gewicht die Laborwaage misst. Ein weiterer, mindestens genauso wichtiger Punkt ist die Ablesbarkeit, das heißt die Einteilung der Messskala.

Aus diesen angeführten Punkten ergibt sich zwangsläufig, ob eine Präzisions- oder eine Analysewaage, oder sogar eine (Semi-)Mikrowaage zu wählen ist.

Wägegut und Einsatzort bestimmen außerdem, ob die gesuchte Laborwaage eine Kalibrierung und/oder eine Eichung benötigt.

Für die Einbindung in das Computersystem gilt es zu beachten, mit welchen Schnittstellen die Waage ausgestattet ist. Bei internationalen Tätigkeiten besteht oft auch die Notwendigkeit, dass die Laborwaage dazu fähig ist, die Anzeige des Gewichtes in verschiedenen Einheiten wiederzugeben.

Die Tierwägefunktion, ist ebenfalls ein Auswahlkriterium.

Kalibrieren oder Eichen?

Wichtigstes Kriterium dieser Fragestellung ist der Einsatzbereich der Laborwaage.

Eine DAkks Kalibrierung (Deutsche Akkretitierungsstelle GmbH) ist immer dann nötig, wenn die Waage im Qualitätsmanagement als Prüfmittel zum Einsatz kommt, zum Beispiel für ISO9000ff. Im Prinzip kann jede Waage kalibriert werden. Der Kalibrierschein bestätigt dabei nicht nur die messtechnischen Eigenschaften der Laborwaage, sondern auch, dass die allgemeinen Anforderungen an Prüfmittelüberwachung erfüllt sind. Akkreditierungen sind international anerkannt.

Die Eichung indes ist ein gesetzlich geregelter Bereich. Geeicht werden müssen alle Laborwaagen, die im geschäftlichen Verkehr eingesetzt werden, wenn das Gewicht den Preis bestimmt oder bei Medikamenten in Apotheken. Auch zur Herstellung von Fertigpackungen in der Heilkunde, wie zum Beispiel für Teepackungen, ist eine geeichte Waage zwingend notwendig.

Geeicht werden dürfen nur Waagen mit Bauartzulassung und OIML konformen Prüfgewichten.

Im Gegensatz zum Kalibrierschein ist die Eichung nur EU weit anerkannt. Nacheichung und Konformitätserklärungen sind dabei nur national anerkannt. Seit 2015 muss die Ersteichung zudem ab Werk erfolgen. Eine nachträgliche Eichung eichfähiger Geräte durch das Eichamt ist nicht zulässig.

Laborwaagen kaufen bei medplus

Bei medplus können Sie hochwertige Laborwaagen der Firma Kern zum günstigen Preis kaufen. Des Weiteren bieten wir Ihnen passendes Zubehör, wie Arbeitsschutzhauben, ein Dichtebestimmungsset und einen Anti-Vibrationstisch, die das Arbeiten zusätzlich erleichtern.

Haben Sie Fragen zu unseren Laborwaagen oder benötigen spezielle Informationen, die Sie bisher nicht finden konnten? Dann rufen Sie uns an oder schreiben Sie eine E-Mail. Unsere geschulten Mitarbeiter helfen Ihnen kompetent weiter.