Audiometrie

Audiometrie

 

Audiometrie - Geräte zum Untersuchen der Gehörfunktion

 
Heutzutage lässt sich die Gehörfunktion mittels verschiedenster Hörtests einfacher bestimmen und prüfen, als dies noch vor einigen Jahren der Fall gewesen ist. Mit dem erweiterten Verfahren der Audiometrie – auch elektroakustische Hörprüfung genannt - können Eigenschaften des Gehörs – gerade in Bezug auf den Grad einer eventuellen Schwerhörigkeit - noch spezifischer und genauer vermessen werden.
 
Als Teil der Hals-Nasen-Ohrenkunde (HNO) dient die Audiometrie zudem auch zur Diagnoseforschung in Bezug auf Hörorgane und deren Erkrankungen. Demnach geht die Audiometrie auch einher mit der Neurologie.
 Das Verfahren der Audiometrie wird unterschienden in objektive- und subjektive audiometrische Verfahren. Bedürfen subjektive audiometrische Verfahren die Mithilfe der zu untersuchenden Personen, bedarf es bei objektiven audiometrischen Verfahren nicht der Beteiligung Selbiger.
 

Desweiteren kann man der Audiometrie folgende Formen/Tests zuordnen:

  • Tonaudiometrie
  • Sprachaudiometrie
  • Spielaudiometrie
  • Recruitment-Messung
Die Durchführung aller Tests wird in speziellen Räumen durchgeführt. Diese zeichnen sich in erster Linie durch die vorhandene Schalldämmung aus. Zudem sind die Methoden aller genannten Prüfvorgänge nicht mit gesundheitlichen Gefahren verbunden.
 

Tonaudiometrie:

Die meist angewandte Form der Audiometrie nennt man Tonaudiometrie. Dabei werden unterschiedliche Töne verschiedenster Frequenzen (vom Tiefton (60 Hz) bis zum Hochtonbereich (8.000 Hz). erzeugt. Durch stufenweises Erhöhen der Lautstärke sowie weiteren Maßnahmen kann die sogenannte Hörschwelle des jeweiligen Frequenzbereiches, gemessen in Dezibel (dB) in einem sogenannten Audiogramm ermittelt werden.

 

Sprachaudiometrie:

Dieser Test basiert auf mehrsilbigen Zahlen und einsilbigen Testwörtern. Diese werden dem Patienten mittels Kopfhörer vorgespielt. Der Patient wird angehalten das Gehörte zu wiederholen. Wie auch bei der Tonaudiometrie wird bei der Sprachaudiometrie durch stufenweise Erhöhung von Lautstärke ein Audiogramm (Sprachaudiogramm) erstellt, welches Kurven für das Verständnis von Zahlen- und Wörtern festhält. Anhand dieser Kurven kann der Arzt unter Anderem eine sogenannte Schallleitungsschwerhörigkeit feststellen. Denn unter Schallschwerhörigkeit leidende Menschen verstehen bei bestimmten Schallempfindungsstörungen nicht alle Zahlen und Wörter, selbst wenn die Lautstärke sehr hoch ist.

 
Die bei Kindern angewandte Spielaudiometrie basiert auf der Motivation, das Kind konzentriert am Test mitwirken zu lassen. Dabei soll es beim Hören eines Tones einen Baustein zum anderen legen oder per Knopfdruck ein neues Dia einschalten. Angewandt wird diese Testform im Alter von 2 – 4 Jahren. Neben der Prüfung einer eventuellen Hörstörung, wird bei der Spielaudiometrie zugleich der allgemeine Entwicklungsstand sowie der Intelligenzgrad des Kindes beurteilt.
 

Recruitment-Messungen:

Tests, welche bei einer Schallempfindungsschwerhörigkeit mit dem Ziel durchgeführt werden, herauszufinden, ob die Störung im Innenohr, Hörnerv oder im Gehirn liegt, nennt man Recruitment-Messungen. Bestimmte Sinneszellen verstärken den Schall im Innenohr bei geringer Schallintensität, während andere ihn bei hoher Schallintensität dämpfen. Dies hat zur Folge, dass Menschen mit einem gesunden Gehör aufgrund der schallverstärkenden Wirkung auch leise Töne wahrnehmen können und laute Töne aufgrund der Dämpfung hingegen nicht so schnell als unangenehm und störend empfinden. Keine Ausprägung solcher Sinneszellen führt dazu, dass sowohl Schallverstärkung als auch –dämpfung nicht vorhanden ist und entweder zu Hörverlust oder zu verstärktem und zumeist unangenehmen Wahrnehmen verschiedenster Geräusche führen kann.

 
 
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