Bereits bei Kindern kann es notwendig sein, dass sie sich einem Sehtest unterziehen müssen. Schlechtes Sehen beeinträchtigt das ganze Leben und kann im schlimmsten Fall zu Unfällen führen.
Augenärzte und Augenoptiker, aber auch Fachärzte, wie zum Beispiel Betriebs- oder Arbeitsmediziner und Ärzte von Gesundheitsämtern können einen Sehtest durchführen, wenn sie die erforderliche Qualifikation nachweisen können und ihnen die notwendigen Untersuchungsgeräte zur Verfügung stehen. Dieser Sehtest ist zum Beispiel für Führerscheinbewerber, Piloten aber auch für andere Berufsgruppen gesetzlich vorgeschrieben. Mit einem Sehtest wird die Sehschärfe der Augen überprüft, dazu werden unter anderem Sehtesttafeln verwendet.
Auf der Sehtest-Tafel – sie wird auch als Sehprobentafel bezeichnet – sind Buchstaben und Zahlen in verschiedenen Größen und Reihen aufgezeichnet. Der Proband sitzt beim Sehtest in einer bestimmten Entfernung zur Sehprobentafel und muss die unterschiedlich großen Buchstaben und Zahlen in den Reihen von oben nach unten lesen können. Kann er die erforderlichen Buchstaben oder Zahlen nicht erkennen, sind weitere Sehschärfenbestimmungen notwendig.
In Deutschland werden Sehschärfenbestimmungen nach einer internationalen Norm durchgeführt. Zum eigentlichen Sehtest wird noch überprüft, ob der Proband farbenblind ist, wie er räumlich sieht, außerdem werden das Gesichtsfeld und die Augenbeweglichkeit getestet. Auch der Stereotest Hausfliege und die Nahleseprobe werden bei der Augendiagnostik häufig eingesetzt.
Erreicht der Proband nicht die vorgeschriebene Mindestsehschärfe, ist die Fehlsichtigkeit mit geeigneten Augengläsern – dies kann eine Brille oder auch Kontaktlinsen sein – zu korrigieren.
Weiteres Zubehör für die Augendiagnostik ist die sogenannte Frenzelbrille, die unwillkürliche Augenbewegungen des Probanten sichtbar macht.