Stethoskop
Ein unverzichtbares Hilfsmittel zur Diagnostik ist das Stethoskop und darf daher bei einer ärztlichen Untersuchung nicht fehlen. Die Verwendung eines Stethoskops gibt Aufschluss über die Funktion vieler innerer Organe. Zum Beispiel wird es eingesetzt, um die Herztöne oder Darmgeräusche eines Patienten abzuhören.
Nicht nur in der Humanmedizin werden Stethoskope genutzt, sondern auch in der Veterinärmedizin. Das Gerät ist deshalb auch wichtiger Bestandteil der Ausrüstung von Tierärzten. Ebenso verwendet medizinisches Fachpersonal im Krankenhaus Stethoskope (oft auch “Stetoskop” geschrieben). Bei Geräten, die von Krankenschwestern und –Pflegern eingesetzt werden, handelt es sich um so genannte Schwesternstethoskope.
Üblicherweise ist ein Stethoskop dreiteilig aufgebaut. Es besteht aus einem Stethoskopkopf bzw. Bruststück, einem Schlauch und den Ohrbügeln, an deren Enden entweder weiche oder harte Kunststoffteile, die Oliven, befestigt sind. Die Oliven sollen die Gehörgänge des untersuchenden Arztes abdichten. Wichtig ist der richtige Sitz der Oliven, damit keine Geräusche von außerhalb die Untersuchung beeinflussen. Der Stethoskopkopf wird bei der Diagnose am Körper des Patienten aufgesetzt und leitet über eine Membran die Töne über den einfach oder doppelt ausgeführten Schlauch an die Ohrbügel des Geräts weiter.
Bei den Bruststücken gibt es verschiedene Varianten: zum einen das Einzelkopf- Bruststück und zum anderen das Doppelkopf-Bruststück. Ein Doppelkopf-Stethoskop ermöglicht – ohne Wenden des Bruststücks – das Abhören sowohl hoher Frequenzen als auch tiefer Frequenzen. Besonders leistungsfähig sind elektronische Stethoskope, weil diese Geräte Geräusche und Töne wesentlich verstärken können. Eine spezielle Ausführung des elektronischen Stethoskops ist das Säuglingsstethoskop.





