Nystagmusbrille / Frenzelbrille
Nystagmusbrillen oder Frenzelbrillen, wie die Untersuchungsgeräte auch bezeichnet werden, kommen in der augenärztlichen Praxis in der Augendiagnostik zum Einsatz. Es lässt sich mit Hilfe dieser Brillen das so genannte Augenzittern sehr gut diagnostizieren. Beim Nystagmus kommt es zu unwillkürlichen Augenbewegungen, die ganz unterschiedlich ablaufen können, beispielsweise rotierend, aber auch vertikal oder horizontal.
Die Verwendung von Nystagmusbrillen nach Frenzel bringt zuverlässige Ergebnisse und die Untersuchung lässt sich schnell, unproblematisch und weniger aufwändig durchführen als eine Elektronystagmografie. Der Patient muss während der Diagnostik die Brille tragen, durch die er allerdings nicht scharf sehen kann – aufgrund der hohen Dioptrienzahl einer Nystagmusbrille. Gleichzeit wird verhindert, dass der Patient nichts mit den Augen fixieren kann. Die Brille ist darüber hinaus beleuchtet.
Durch die Stärke der Frenzelbrille erscheinen die Augen besonders groß und gut wahrnehmbar. Dadurch wird der untersuchende Arzt in die Lage versetzt, wie durch eine Lupe die Augenbewegungen seines Patienten exakt zu ermitteln. Es lassen sich mit der Frenzelbrille nicht nur die unwillkürlichen Augenbewegungen wahrnehmen, auch über die Art des Nystagmus und gegebenenfalls seine Entstehung gibt das Untersuchungsinstrument Aufschluss.
Eine spezielle Form des Nystagmus ist beispielsweise der so genannte Pendel-Nystagmus. Trägt der Patient die Brille und schaut dabei geradeaus, pendeln bei dieser Form die Augen hin und her. Ein solcher Nystagmus ist häufig angeboren. Daneben gibt es noch weitere Nystagmuserkrankungen wie den Spontannystagmus, die ebenfalls mit Hilfe des Geräts erkennbar sind.





