Doppler-Sonographie-Gerät: den Gefäßerkrankungen auf der Spur
Die Doppler-Sonographie ist eine Ultraschall-Untersuchungsmethode, mit der man den Blutfluss in Gefäßen messen kann. Benannt nach dem österreichischem Physiker Christian Andreas Doppler sendet ein Doppler-Sonographie-Gerät mit seinem Ultraschallkopf Ultraschallwellen einer bestimmten Frequenz aus. Wenn die Schallwellen auf die Blutkörperchen in den Gefäßen treffen, wird ein Teil der Wellen mit veränderter Frequenz reflektiert. Die Bewegung der Blutkörperchen und die Veränderung ihrer Geschwindigkeit wirkt sich auf die Frequenz aus, die akustisch durch Töne oder farbkodiert in einem Ultraschallbild dargestellt werden kann. So ist es dem Arzt möglich, eine Gefäßverengung zu erkennen, weil sich dabei eben auch die Geschwindigkeit der Blutkörperchen verändert.
Die Untersuchung selbst mit Hilfe der Doppler Geräte ist inzwischen eine Routinemethode in der Diagnostik von Gefäßerkrankungen. Sie ist weder schmerzhaft noch in irgendeiner Form gefährlich. Das Prinzip ist auch wie bei jeder anderen Ultraschall-Untersuchung. Um eine irrelevante Reflektion der Ultraschallwellen zwischen Schallkopf und Haut durch die Luft zu verhindern, wird zu Beginn ein Untraschallgel auf die entsprechende Hautposition aufgetragen. Dann wird der Ultraschallkopf zur betroffenen Körperregion geführt, um die Messung durchzuführen.
Doppler-Sonographie-Geräte helfen aber nicht nur bei der Diagnose von Gefäßeinengungen, auch Veränderungen der Gefäßwände, die unter anderem bei der Verkalkung entstehen, können mit diesen Messgeräten festgestellt werden. Auch kann man nach chirurgischen Eingriffen wie einer Nierentransplantation oder einer Operation von Halsschlagaderverengungen den Verlauf beobachten und so den Erfolg kontrollieren. Bekannte Hersteller von Doppler-Sonographie-Geräten sind GE Healthcare und auch Toshiba. Die Geräte kommen inzwischen auch in anderen Bereichen der Medizin zur Anwendung. So lassen sich sowohl kindliche Herztöne bei der Geburtshilfe feststellen, als auch Blutfluss- und Druckverhältnisse im Herzen durch eine Echokardiographie.





