Sicher beatmen mit dem Ambubeutel
In der Notfallmedizin ist der Beatmungsbeutel, auch Ambubeutel genannt, ein unentbehrliches Gerät im Falle eines Atemstillstands. Benannt ist der Beutel nach dem dänischen Medizintechnik-Unternehmen Ambu, das sowohl in den USA als auch in Europa und Skandinavien Betriebsniederlassungen hat. Der Beutel, ein Hohlkörper, wird bei der Beatmung zusammengedrückt. Dadurch fließt Luft über die Beatmungsmaske bzw. einen Tubus in die Lunge des Patienten. Danach füllt sich der Beutel selbständig mit Luft. Die vom Patienten ausgeatmete Luft entweicht über ein Ventil. Die neueste Generation der Ambubeutel ist mit einer integrierten Druckbegrenzung und einem Doppelkammerbeutel ausgestattet.
Ambubeutel für die Notfall-Beatmung
Bei einer Beatmung in Notfällen muss der Sauerstoffanteil in der Beatmungsluft höher sein als normal. Zu diesem Zweck kann der Ambubeutel mit einer Sauerstoffquelle verbunden werden. Der Ambubeutel ermöglicht aber auch eine so genannte PEEP (positiver endexspiratorischer Druck)-Beatmung. Bei dieser Methode wird in der Lunge ein künstlicher Druck erzeugt, der die Lungenfunktion deutlich erhöht und die Sauerstoffaufnahme wesentlich verbessert. Die PEEP-Beatmung ist vor allem bei Tauch- und Ertrinkungsunfällen oder Vergiftungen, zum Beispiel mit Kohlenmonoxid, angezeigt. Katastrophenschutzeinheiten verwenden Ambubeutel mit Adapter für Atemschutzfilter. Damit ist auch in giftiger Atmosphäre eine Beatmung jederzeit sicher und effektiv möglich.
Ambubeutel bieten Schutz für den Helfer
Bei jeder Form der Beatmung besteht bei unsachgemäßer Anwendung das Risiko einer Magenüberblähung mit Erbrechen kommt. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass der Patient Erbrochenes einatmet, wodurch die Atmung weiter behindert wird. Beatmungsbeutel für Kinder haben deshalb ein Sicherheitsventil, das eine Beatmung mit zu hohem Druck verhindert.
Bitte beachten Sie, dass Sie “Ambubeutel” und “Beatmungsbeutel” synonym verweden können.





