Ein Kaltlichtkabel ist ein äußerst vielfältiges Instrument. Anwendung finden Lichtleitkabel, wie man Kaltlichtkabel auch nennt, vorrangig in Bereichen wie Laparoskopie, Endoskopie, Gynäkologie oder auch im HNO-Bereich. Ein wichtiges Element von Lichtleiterkabeln bilden dabei die aus Hülle und Kern bestehenden Glasfasern. Eine Einzelfaser misst im Durchmesser ca. 70 µm.
Während der Anwendung eines Kaltlichtkabels verlässt Licht, welches auf der einen Kabelseite eingespeist wird, Selbiges wieder auf der anderen Seite. Da die Hülle aus einem lichtbrechenden Glas besteht, welches in seiner Konsistenz zudem stärker als der Kern ist, kann im Faserkern eine Lichtübertragung durch eine sogenannte Totalreflexion stattfinden. Der Öffnungswinkel (auch Transmissionswinkel genannt) beträgt dabei ca. 60°, wobei ein Lichttransport im Zuge der Totalreflexion ohne messbare Lichtverluste erfolgt. Dies widerum bedeutet für die praktische Anwendung. dass die Kaltlichtkabel-Leistung (im optischen Sinn) abhängig von der jeweils verwendeten
Lichtquelle ist.
Zu beachten sind bei der Verwendung von Kaltlichtkabeln hauptsächlich technische Normen. So ist bei der Verwendung unter Anderem zu beachten, dass aufgrund der Lichteinstrahlung der Hitzetransport durch Lichtkabel und
Lichtquelle bei einem Patienten schwere Verbrennungen hervorrufen könnte. Des weiteren sollten alle Komponenten (
Lichtquelle, Lichtkabel,
Adapter und z. Bsp. Endoskop) technisch wie auch funktional aufeinander abgestimmt sein.